Cecilia Bartoli

Cecilia off to fantastic tour start in Germany

Category: 2011
Barockkönigin Cecilia Bartoli auf Tour Berlin (dpa) - Es war eine der erfolgreichsten Klassik-Platten überhaupt: Cecilia Bartolis Album mit Vivaldi-Arien aus dem Jahr 1999 stürmte die Klassik-Charts, verkaufte sich mehr als 700 000 mal und bescherte dem italienischen Komponisten neue Popularität. Im Zuge des Bartoli-Erfolgs wurden in Bibliotheken und Archiven bis dahin unbekannte Opern aus den Schubladen geholt, die Dramen um ägyptische Könige oder griechische Götter entstaubt. Vivaldi hier, Vivaldi da - der «rote Priester» aus Venedig (1678-1741) erwies sich als ergiebige Fundgrube für eine neue Generation von Barockmusikern. Jetzt kehrt die römische Diva zu den Quellen ihres ersten Mega-Erfolgs zurück. Nach dem Kastraten-Album «Sacrificium» wechselt «la Bartoli» jetzt auf einer Europa-Tournee zwischen Konzerten mit Vivaldi-Titeln und Auftritten mit Händel-Arien, springt von «der katholischen Hölle zum protestantischen Himmel», wie die Mezzosopranistin im Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa in Berlin sagte. «An sich müsste es ja umgekehrt sein, aber Vivaldi reißt uns nun mal in den Abgrund, Händel lässt uns dagegen nach oben blicken», sagt sie. Die Römerin feiert den Venezianer Vivaldi nach wie vor mit dramatischer Inbrunst und zuweilen rasender Begeisterung. «Doch ich bin in meinem Gesang gelassener geworden, kann mich mehr auf meine Stimme und meine Stütze im Bauch verlassen.» Wie eine Violinsaite schlagen Bartolis Stimmbänder Koloratur-Pirouetten, die Italienerin bleibt die souveräne Herrscherin über ihr Vokal-Instrument. Anders als viele ihrer allgegenwärtigen Kollegen und Kolleginnen vom Fach, hält Cecilia ihre Bühnenpräsenz auf Sparflamme. Wo andere Stars von Opernhaus zu Opernhaus jetten, kann sich die Italienerin vornehm zurückhalten. «Ich singe ja schon 40, 45 Konzerte im Jahr - das reicht.» Ob mit der Hommage an den spanischen Opernstar Maria Malibran, den «verbotenen Arien» aus dem päpstlichen Rom oder bei der Rehabilitierung des Mozart-Gegners Antonio Salieri: Die Sängerin, die den ersten Unterricht von ihrer Mutter erhielt, verbindet mit ihren Alben immer historische Feldforschung. Für ihre Rückkehr zu Vivaldi hat sich Bartoli mit dem französischen Dirigenten und Violinisten Jean-Christophe Spinosi verbündet, einem profilierten Vivaldi-Archäologen, der mit seinem Ensemble Matheus schon ein halbes Dutzend Opern des Komponisten entdeckt und eingespielt hat. Zur Zeit verschlankt sie Bellinis «Norma», mit der sie im vergangenen Jahr in Dortmund einen stürmischen Erfolg feierte. «Wir kennen ja diese nur vor allem über Maria Callas - und die war Sopranistin.» Mit dem Schweizer Ensemble La Scintilla, mit dem sie auch die Händel-Konzerte bestreitet, versucht sich Bartoli an einer historisch gerechten Interpretation des Belcanto-Dauerbrenners. Und in den kommenden Monaten tritt sie als künstlerische Leiterin des Salzburger Pfingstfestivals an. Ein reines Barockfest soll es aber nicht werden - viel mehr will sie aber dazu nicht sagen. Termine :   - 7. Juni München - 9. Juni Prag - 27. u. 29. Juni Versailles - 4. Juli Bad Kissingen - 6. Juli Baden-Baden Aktuelle Rezensionen finden Sie in der Online-Community. Back to News »

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